Kurz zur Geschichte von Felgentreu

Felgentreu hat 450 Einwohner und ist Ortsteil der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. Die geschichtliche Ersterwähnung von Felgentreu fällt in das Jahr 1285. Mit einigen anderen Dörfern wurde die Siedlung damals noch mit den Namen Felgenkewe vom Kloster Zinna erworben. Die Bauern der umliegenden Dörfer bewirtschafteten das Land und dienten dem Kloster auch als Reiter. So konnte Felgentreu im Jahr 1642, also im 30-jährigen Krieg (1618 – 1648), 34 Reiter aufbieten. Alten Unterlagen zu Folge gab es 1931 in Felgentreu 75 Wohnhäuser mit 87 Haushalten.

1937 wird das Dorf für die militärische Nutzung geräumt. Die Bürger bekommen eine Entschädigung. Während des 2. Weltkrieges bestand in Felgentreu ein Außenlager des Zuchthauses Luckau mit rund 60 Häftlingen. Weiterhin wurden im Ort russische, französische und polnische Kriegsgefangene interniert und zur Feldarbeit gezwungen.

Ab 1945 wurde Felgentreu wiederbesiedelt, vornehmlich durch Vertriebene aus dem Osten. Im Verlauf der Jahre hat sich in Felgentreu ein beachtliches Gewerbe entwickelt, Neben der traditionellen Landwirtschaft gewinnt mit dem Naturraum und durch die Nähe zu Berlin in jüngerer Zeit der Tourismus mit dem Fläming Walk eine immer größere Bedeutung für die Region. Im Ort sind nunmehr 5 Vereine beheimatet, die das rege geistig-kulturelle und sportlich aktive Leben prägen.

Felgentreu liegt im Naturpark Nuthe - Nieplitz und ist zunehmend mehr Ausgangspunkt von thematischen Wanderungen auf ausgewiesenen Wegen und Lehrpfaden. Die abwechslungsreiche und sehr interessante Geschichte von Felgentreu ist im Chronikzimmer des Naturhauses Felgentreu (www.naturhausseite.de) dargestellt. Im Chronikheft "725 Jahre Felgentreu " wird ausführlich auf die Geschichte eingegangen.

- Heimatgeschichte- Artikel (Nur für Großfamilien) in der MAZ vom 14.Mai.2010
hier der PDF- Artikel (ca. 4,8 MB)

MAZ-Artikel